Essentielle Nährstoffe für die Entgiftung der Leber Teil 1

Gesund essen… klingt schön und gut. Aber hast du dir die Frage gestellt, warum manches Essen so gesund für dich ist und wie dein Körper davon profitiert?

Auf Whole New Me will ich nicht nur leckere und gesunde Rezepte mit dir teilen sondern dir auch die notwendigen Informationen geben, wie du dich aktiv um deine Gesundheit und dein Wohlbefinden kümmern kannst.

In diesem Beitrag spreche ich über die essentiellen Nährstoffe, die für die Entgiftung der Leber unerlässlich sind.


Was sind überhaupt essentielle Nährstoffe?

Nährstoffe erhalten wir durch unsere Umwelt, hauptsächlich durch die Zufuhr von Nahrung und das Trinken von Wasser. Die Nährstoffe sind für unser Leben und Wachstum unabdingbar.

Die bekanntesten Nährstoffe sind Vitamine und Mineralien. In der Nahrung sind aber auch noch weitere Stoffe auffindbar, die zwar nicht lebensnotwendig sind, aber unsere Gesundheit verbessern können. Diese sind Probiotika, essentielle Fettsäuren und sekundäre Pflanzenstoffe.


Essentielle Nährstoffe für die Entgiftung der Leber

Die Leber gehört zu den Ausscheidungsorganen, die für die Entgiftung unseres Körpers zuständig sind. Zu den Hauptaufgaben der Leber gehört das Aufspalten von toxischen Hormonen und anderen Stoffen in kleinste Moleküle. Diese gelangen durch die Gallenblase in den Dickdarm, wo sie sich mit Ballaststoffen aus der Ernährung verbinden und durch den Stuhlgang ausgeschieden werden.

Die essentiellen Nährstoffe für die Leber sind Glutathion, B-Vitamine, Vitamin C, Selen und Aminosäuren.


Wie nutzt die Leber diese essentiellen Nährstoffe?

In der ersten Phase der Entgiftung werden mit Hilfe von Glutathion, B-Vitamine und Vitamin C die fettlöslichen Toxine in mehrfachen Komponenten aufgespaltet. Diese Komponenten werden auch freie Radikale genannt und sind schädlicher als die Anfangstoxine.

Wegen der erhöhten Toxizität ist es wichtig, dass die zweite Phase der Entgiftung so schnell wie möglich beginnt. Für die zweite Phase sind Selen und Aminosäuren erforderlich.  Diese zwei Nährstoffe sind in der Leber gespeichert (müssen aber durch Zufuhr von Nahrung gewährleistet werden) und verbinden sich mit den freien Radikalen und verwandeln diese in harmlose und wasserlösliche Stoffe, die leicht ausgeschieden werden können (Ballaststoffe sind dafür wichtig).


Was musst du über diese essentiellen Nährstoffe wissen?

Damit diese Nährstoffe in der Leber gespeichert werden können und demzufolge bei der Entgiftung von Toxinen behilflich sein können, müssen sie durch angemessene Nahrung zugeführt werden. Die Zufuhr durch Nahrungsergänzungsmitteln hat leider nicht denselben Erfolg, da die Nährstoffe eine schlechtere Bioverfügbarkeit haben. Am besten kann der Körper sie in ihrer natürlichen Form (in der Nahrung) wiedererkennen und somit besser verwenden.


Gehen wir jetzt auf die einzelnen essentiellen Nährstoffe ein. Ich erkläre dir welchen Nutzen diese für unseren Körper haben, welche Lebensmittel die besten Quellen sind und wie du am besten davon profitieren kannst:

Glutathion

  • ist ein hochwirksames Antioxidationsmittel, das freie Radikale bekämpft, den Zellabbau verringert und somit auch den Prozess des Alterns  entschleunigen kann
  • der Körper kann diese Substanzen (Antioxidationsmittel) selber herstellen, ist aber auf die Zufuhr von Nährstoffen angewiesen. Im Falle von Glutathion spielt Selen eine zentrale Rolle.
  • Antioxidationsmitteln wird auch nachgesagt das Herz zu schützen, da sie freie Radikale bekämpfen, die Schäden an den Arterien und Adern verursachen können. Außerdem verhindern sie, dass Zellen die einen Schaden haben durch Krebszellen ersetzt werden.

Die besten Nahrungsquellen für Glutathion

  • um sicherzustellen, dass du deine tägliche Dosis an Nährstoffen zu dir nimmst, die die Herstellung von Gluatathion unterstützen, isst du am besten täglich rohes Obst und Gemüse.
  • Schwefelhaltige Lebensmittel, wie Knoblauch, Zwiebeln, Schalotten, Lauch, Brokkoli, Kohl, Rosenkohl, Blumenkohl sowie Eier eignen sich auch hervorragend dafür.
  • Ebenfalls kurbeln Zitrusfrüchte, Spargel, Avocados, Rote Bete und auch Buchweizen die Herstellung von Glutathion an

B-Vitamine

  • die Familie der B-Vitamine ist recht groß. Dazu gehören Vitamin B1 (Thiamin), B2 (Ribiflavin), B3 (Niazin), B5 (Pantothensäure), B6 (Pyridoxin), Biotin (Vitamin B7), Folsäure und zu guter Letzt Vitamin B12 (Cobalamin).

Vitamin B1 (Thiamin)

  • ist wasserlöslich und wird hauptsächlich im Skelettmuskel, Herz, Gehirn sowie in der Leber und den Nieren vorgefunden;
  • wird als Enzym in den Reaktionen von Glukose und Fett in Energie verwendet und auch um Fett zu speichern;
  • ist für die Aufrechterhaltung vom Herz-Kreislauf-System und Nervensystem wichtig;
  • spielt während der Schwangerschaft – für die normale Entwicklung des Gehirns des Kindes- eine zentrale Rolle;
  • ist auch für die Verdauung sehr wichtig, weil
    • es die Energie herstellt, die für die Verdauung notwendig ist und
    • es die digestive Salzsäure im Magen erzeugt.

Die besten Nahrungsquellen für Vitamin B1

  • Vollkornprodukte, Linsen, Erbsen und Bohnen liefern reichlich Thiamin.
  • Weizenkeim, Sonnenblumenkerne und mageres Schweinefleisch sind aber die besten Quellen für Vitamin B1.
Gut zu wissen
  • wirkt mit den anderen B-Vitaminen zusammen
  • ein täglicher Konsum von probiotischen Lebensmitteln erhöht die Menge an Thiamin
  • Magnesium spielt eine zentrale Rolle in der Verwendung von Thiamin als Enzym
  • ein hoher Alkoholkonsum kann die Menge an Vitamin B1 verringern
  • verarbeitete Lebensmittel (wie das Polieren von Reis) können Thiamin ganz entfernen
  • große Mengen an Tee und Kaffee können Vitamin B1 deaktivieren
  • roher Fisch spaltet Thiamin zu schnell auf und verringert so seine Menge im Körper
  • Kochen bei hoher Temperatur kann ebenfalls das Thiamin deaktivieren

Vitamin B2 (Riboflavin)

  • seine primäre Funktion ist als Energielieferant. Außerdem ist Riboflavin für die Bildung von Schilddrüsenhormonen verantwortlich
  • es arbeitet mit Eisen eng zusammen, um rote Blutkörperchen zu produzieren
  • es schützt vor freien Radikalen
  • schützt das Herz-Kreislauf-System
  • hilft bei der Bildung von weißen Blutkörperchen und ist daher wesentlich für deine immunologische Abwehrreaktion.

Die besten Nahrungsquellen für Vitamin B2

  • Joghurt, Eier und Fisch (besonders Forelle und Thunfisch) sind die besten Lieferanten
  • weitere gute Quellen sind Brokkoli, Spinat, Avocados, rotes Fleisch, dunkles Geflügelfleisch sowie die Getreidesorten Hafer, Weizenkeim, Quinoa und Roggen.
Gut zu wissen
  • eine Schilddrüsenunterfunktion und chronischer Stress kann zu einem Vitamin B2-Mangel führen
  • ein hoher Alkoholkonsum kann die Menge an Riboflavin verringern
  • körperliche Anstrengung erhöht den Bedarf an Vitamin B2
  • Vitamin B2 ist sehr lichtempfindlich. Direktes Sonnenlicht kann die Menge an Riboflavin in der Milch zur Hälfte reduzieren

Vitamin B3 (Niacin)

  • Niacin ist ein wasserlösliches Vitamin, das sowohl durch Nahrung aufgenommen als auch vom Körper durch die Aminosäure Tryptophan hergestellt werden kann
  • die Hauptfunktion von Vitamin B3 ist als Enzym, indem es zahlreiche wichtige chemische Reaktionen unterstützt
  • es spaltet Kohlenhydrate, Proteine und Fette und wandelt diese in Energie um. Daher ist Niacin eine wichtiger Energielieferant
  • Vitamin B3 kurbelt die Verdauung an und schützt dein Herz-Kreislauf-System
  • es reguliert dein Blutzuckerspiegel
  • ist für die Aufrechterhaltung einer gesunden Haut wichtig und kann Arthritis bedingte Schmerzen und Entzündungen mindern

Die besten Nahrungsquellen für Vitamin B3

  • proteinreiche Lebensmittel wie Geflügelfleisch, Fisch, rotes Fleisch und Leber sind die beste Quelle für Niacin
  • im pflanzlichen Bereich sind Champignons, Süßkartoffeln, Spargel, Avocados und auch Datteln gute Lieferanten.
Gut zu wissen
  • um Niacin von der Aminosäure Tryptophan zu bilden, braucht dein Körper noch Vitamin B2, B6 und Eisen
  • ein Vitamin B12-Mangel kann dazu führen, dass zu viel Niacin durch den Urin ausgeschieden wird
  • Nahrung, die reich an Tryptophan ist (Milchprodukte, Eier und Geflügel), helfen zur Aufrechterhaltung des Vitamin B3 Pegels im Körper
  • ein Reizdarmsyndrom sowie andere Verdauungsstörungen können die Aufnahme von Vitamin B3 beeinträchtigen

Damit dieser Beitrag den Rahmen nicht all zu sehr sprengt, werde ich die anderen Nährstoffe in zwei weiteren Teilen ausführen.

Hier geht es direkt zum zweiten Teil.

Meine Recherche basiert auf Gesundheitsportale sowie den Büchern: WomanCode von Alisa Vitti (meine Meinung über das Buch findest du in diesem Post) und Supereating: Getting the Best Out of Your Food von Ian Marber.

Falls du Fragen oder Anmerkungen hast, lass es mich bitte unten in den Kommentaren wissen. Ich freue mich von dir zu hören!

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