Essentielle Nährstoffe für die Entgiftung der Leber Teil 2

Die Leber ist ein faszinierendes Organ, das dich bei der Entgiftung deines Körpers unterstützt. Um einwandfrei funktionieren zu können, braucht die Leber gewisse Stoffe. Diese Stoffe werden essentielle Nährstoffe genannt.

Zu den essentiellen Nährstoffen, die für die Leber wichtig sind, gehören: Glutathion, B-Vitamine, Vitamin C, Selen und Aminosäuren. Im ersten Teil bin ich auf Glutathion, Vitamin B1, B2 und B3 eingegangen.

In diesem Teil schauen wir uns Vitamin B5 (Pantothensäure), Vitamin B6, Biotin (Vitamin B7) und die Folsäure näher an.


Vitamin B5 (Pantothensäure)

  • es ist ein wasserlösliches Vitamin, das von dem Magen-Darm-Trakt leicht aufgenommen werden kann. Neuere Studien haben gezeigt, dass möglicherweise auch gute Bakterien aus dem Dickdarm in der Lage sind, das Vitamin selber herzustellen;
  • Pantothensäure ist in allen lebenden Zellen vorzufinden (daher auch der Name: „panto“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „überall“);
  • die aktive Form der Pantothensäure ist das Coenzym A. Diese Tatsache legt nahe, dass die Hauptrolle der Pantothensäure enzymatisch ist. Als Enzym beteiligt sich das Vitamin B5 an zahlreichen chemischen Reaktionen im Körper;
  • ist für die Erzeugung von verwertbarer Energie aus Kohlenhydraten, Fetten und Eiweißstoffen verantwortlich;
  • ist für die Synthese von essentiellen Fetten und anderen Fett-verbundenen Substanzen – wie Cholesterin und Steroidhormone – wichtig;
  • ist für das Nervensystem sehr bedeutsam, da es die Nerven mit einer schützenden fettigen Schicht (Myelinscheide) umhüllt und in der Herstellung von Neurotransmittern beteiligt ist;
  • Vitamin B5 unterstützt deine Nebennieren und verbessert deine Stressreaktion;
  • da die Pantothensäure sich an der Herstellung von Eiweißstoffen beteiligt, ist sie für die Umschreibung der DNS, eine gesunde Zellteilung, die Bildung von Antikörpern und für deine Immunreaktion unerlässlich;
  • außerdem wird Coenzym A für die Synthese von Häm – einem wichtigen Bestandteil der roten Blutkörperchen – gebraucht.

Die besten Nahrungsquellen für Vitamin B5

  • Pantothensäure ist in jedem Lebensmittel zu finden, aber die besten Quellen sind Innereien wie Leber und Nieren;
  • weitere gute Lieferanten sind Geflügelfleisch, rotes Fleisch und Milchprodukte;
  • die besten pflanzlichen Quellen für Vitamin B5 sind Avocados, Kartoffeln, Süßkartoffeln, Sonnenblumenkerne, Hülsenfrüchte (besonders die Linsen) und Tomatenpüree.
Gut zu wissen
  • Biotin und Coenzym A arbeiten sehr eng zusammen;
  • wirkt mit den anderen B-Vitaminen zusammen, besonders mit Folsäure und Vitamin B12;
  • Vitamin C kann einen Mangel an Pantothensäure vorbeugen;
  • das Kochen, Einfrieren und Verarbeiten von Lebensmitteln kann zu einer Minderung des Vitamin B5-Gehaltes führen.

Vitamin B6 (Pyridoxin)

  • ist ein wasserlösliches Vitamin, das von dem Körper nicht alleine hergestellt werden kann. Es muss daher mit der Nahrung aufgenommen werden;
  • wird im Körper zu aktiven Coenzymen umgewandelt, die für über 100 verschiedene chemischen Reaktionen unzählige Male täglich verwendet werden;
  • ist für die Umwandlung und Abbau der Proteine zuständig und hat daher eine Schlüsselrolle in der Immunabwehr, der Bildung von Antikörper sowie von neuen Zellen;
  • durch die Unterstützung der Bildung von roten Blutkörperchen (welche Sauerstoff transportieren) und der Freigabe von Glukose, ist dieses Vitamin sehr wichtig für die Herstellung von Energie;
  • ist für das Nervensystem sehr wichtig, wo es die Bildung von verschiedenen Neurotransmitter unterstützt, die für unsere Stimmung und den Denkvorgang zuständig sind;
  • hilft eine gesunde Haut aufrecht zu erhalten;
  • beeinflusst die Steroidhormone und somit auch die Sexualhormone. Das heißt, dass es vor Krebskrankheiten wie der Prostata und Brust schützen kann.
  • in Verbindung mit Magnesium kann es Angstzustände und PMS-Symptome lindern.

Die besten Nahrungsquellen für Vitamin B6

  • Geflügelfleisch, rotes Fleisch und Innereien (besonders die Leber) sowie Hülsenfrüchte (insbesondere Kichererbsen) sind gute Quellen für das Vitamin B6.
  • Außerdem sind Vollkorngetreide und und brauner Reis gute Vitamin B6-Lieferanten.
  • zu den guten Gemüsequellen gehören Spinat, Spargel, Avocados, Blumenkohl, Paprika und Champignons. Wurzelgemüse wie Möhren, Süßkartoffeln, Lauch sowie Zwiebeln sind auch gute Lieferanten.
  • zu den Früchten, mit dem höchsten Vitamin B6-Gehalt zählen Bananen und die Cantaloupe-Melone (Zuckermelone).
  • außerdem kann das Kochen mit Kurkuma und Ingwer den Vitamin B6-Gehalt erhöhen.
Gut zu wissen
  • wirkt mit den anderen B-Vitaminen zusammen, besonders mit Folsäure und Vitamin B12;
  • eine gute Verstoffwechslung von Thiamin (Vitamin B1) ist wichtig, um die Funktionen von Vitamin B6 zu gewährleisten;
  • das Kochen, aber insbesondere das Einfrieren von Lebensmitteln führt zu einer Minderung des Vitamin B6-Gehaltes;
  • die Pille und Diuretika können die Aufnahme von Vitamin B6 einschränken.

Biotin (Vitamin B7)

  • ist ein wasserlösliches Vitamin, das nur von Bakterien, Hefen, Schimmelpilzen, Algen und manchen Pflanzenarten hergestellt werden kann;
  • wir decken unseren Biotinbedarf durch die Nahrung, aber auch unsere Darmbakterien können kleine Mengen an Biotin erzeugen;
  • wie andere B-Vitamine wird Biotin als Enzym eingesetzt, um die chemischen Reaktionen im Körper zu beschleunigen;
  • arbeitet in der Herstellung von den essentiellen Fetten mit Coenzym A sehr eng zusammen;
  • beteiligt sich an der Herstellung von Eiweißstoffen und Cholesterin;
  • ist für die Energieherstellung aus Eiweißstoffen und Fetten sehr wichtig;
  • da es in der Verarbeitung von Glukose und in der Herstellung von Insulin beteiligt ist, hilft Biotin den Blutzuckerspiegel zu stabilisieren;
  • ist für ein gesundes Nervensystem wichtig.

Die besten Nahrungsquellen für Biotin

  • Nahrungsmittel mit einem hohen Gehalt an Biotin sind Innereien, besonders die Leber;
  • andere gute Quellen dafür sind Fisch, Eigelb und Sojaprodukte;
  • die besten pflanzlichen Quellen mit hohem Biotingehalt sind Mangold, Süßkartoffeln, Tomaten, Möhren und Avocados.
Gut zu wissen
  • ein gesundes Darmflora ist für die eigene Herstellung von Biotin sehr wichtig. Somit können Antibiotika, ein Reizdarmsyndrom und Morbus Crohn (chronisch-entzündliche Darmerkrankung) die Eigenherstellung hemmen;
  • wirkt mit den anderen B-Vitaminen zusammen, besonders mit Vitamin B5;
  • rohes Eiweiß kann das Biotin aus dem Eigelb binden und somit die Aufnahme hemmen;
  • der Bedarf an Biotin ist während einer Schwangerschaft erhöht.

Folsäure

  • ihre Hauptrolle hat sie als Enzym, eine Substanz, die Verbindungen in einer verwertbaren Form umwandelt;
  • ist für die Replikation der DNS essentiell und hat somit die Hauptrolle, gesunde Zellen zu bilden;
  • unterstützt die Bildung der roten Blutkörperchen;
  • ist für eine korrekte Entwicklung des Neuralrohrs vom Fötus ausschlaggebend. Das ist der Teil, wo sich das Gehirn, das Rückenmark, die Spinalnerven sowie die Wirbelsäure vom Baby entwickeln;
  • ist eines der Nährstoffe, der für die Verstoffwechslung von Homocystein (Aminosäure) zuständig ist. Wenn diese Aminosäure eine gewisse Menge überschreitet, kann sie zu Herzkrankheiten, Problemen mit der Empfängnis, Beeinträchtigung von kognitiven Funktionen, Osteoporose und sogar zu Diabetes führen;
  • Studien haben gezeigt, dass ein Mangel an Folsäure Krebserkrankungen von der Prostata, dem Dickdarm und der Brust verursachen kann;

Die besten Nahrungsquellen für Folsäure

  • Folsäure ist in grünem Gemüse wie Romanasalat, Avocados, Spargel, Spinat und Brokkoli zu finden;
  • noch bessere Nahrungsquellen bieten die Hülsenfrüchte, insbesondere die Linsen;
  • Innereien wie die Leber haben den höchsten Gehalt an Folsäure.
Gut zu wissen
  • Krankheiten wie Morbus Crohn oder Zöliakie (Glutenunverträglichkeit), wo die Aufnahme von Nährstoffen gestört ist, können zu einem Folsäure-Mangel führen;
  • ein niedriger Vitamin B6- und B12-Pegel beeinträchtigt die Wirkung von Folsäure;
  • ein hoher Alkoholkonsum kann die Menge an Folsäure verringern;
  • das Kochen von Gemüse kann die Folsäure zerstören;
  • eine Schwangerschaft erhöht den Bedarf an Folsäure.

Wie du siehst, gibt es viel zu lernen, wenn es um die Entgiftung der Leber geht und um die beteiligten essentiellen Nährstoffe. Jetzt bleiben nur noch Vitamin B12, Vitamin C, Selen und Aminosäuren übrig, die ich in einem nächsten Teil behandeln werde.

Meine Recherche zu diesem Thema basiert auf Gesundheitsportale sowie den Büchern: WomanCode von Alisa Vitti (meine Meinung über das Buch findest du in diesem Post) und Supereating: Getting the Best Out of Your Food von Ian Marber.

Falls du Fragen oder Anmerkungen hast, lass es mich bitte unten in den Kommentaren wissen. Ich freue mich von dir zu hören!

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