5 Tipps um deine Angst zu überwinden

Wir alle kennen sie: DIE ANGST. 

Sie kann uns daran hindern unsere Ziele zu erreichen, uns weiterzuentwickeln und unsere Lebensqualität mindern. Die Angst ist auch diejenige, die uns zurückhält, wenn wir etwas Neues ausprobieren wollen.

Zusätzlich übt sie Stress auf unseren Körpern aus, der langanhaltend zu gesundheitlichen Problemen führen kann.

Doch was genau ist die Angst und wie kann man sie am besten überwinden?

Die Angst

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Brian Johnson präsentiert auf seinem YouTube-Kanal die Hauptideen des Buches The Confidence Gap von Dr. Russ Harris. Darin wird Angst als Ursache folgender 4 Faktoren gesehen:

Identifikation mit den negativen Gedanken (Fusion)

Kennst du das auch: negative Gedanken gewinnen in deinem Kopf die Oberhand und ehe du dich versiehst, steigerst du dich voll in ihnen rein?

In diesem Zustand der Fusion, nimmst du deine negativen Gedanken viel zu ernst und identifizierst dich mit ihnen. Negative Gedanken, wie „ich bin nicht gut genug“, „ich schaffe das sowieso nicht“, „das ist zu schwer für mich“ oder „es hattet keinen Sinn das auszuprobieren“ werden somit zu deiner Realität.

Übertriebene Ziele (Excessive Goals)

Übetriebene Ziele und Vorsätze, die nicht genau definiert und prioritisiert sind, können ganz schön angsteinflößend sein.

Vermeidung von Unbehagen (Avoidance of Discomfort)

Angst kann auch entstehen, wenn du neuen und Unbehagen erzeugenden Situationen ständig aus dem Weg gehst.

Entfernung von den eigenen Werten (Removal Values)

Angst ist des Weiteren eine Folge von unterdrückten Werten. Wenn wir uns von uns wichtigen Werten entfernen, distanzieren wir uns gleichzeitig von uns selber und können uns so leichter in der Angst verlieren.

Die Lösung, um deine Angst zu überwinden, heißt:

Traue dich!

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Um deine Angst zu überwinden, musst du dich von ihr distanzieren und dich mehr trauen!

1. Distanziere dich von deinen negativen Gedanken (Defusion)

Negative Gedanken sind angeboren und gehören zu unserer menschlichen Evolution mit dazu. Unsere Vorfahren mussten negative Sachen (Bedrohungen) aus ihrer Umgebung wahrnehmen können, damit sie überleben.

Die negativen Gedanken sind alo in unserem Gehirn eingebettet und wir können sie nicht loswerden. Was uns aber überlassen bleibt, ist, ob wir uns mit diesen Gedanken identifizieren oder uns von ihnen distanzieren wollen.

Akzeptiere deine negativen Gedanken, nehme sie war und entferne dich dann von ihnen. Damit dir das Distanzieren auch gelingt, können Meditieren und das Beobachten von deinen Gedanken sehr behilflich sein. Denn der erste Schritt ist immer, das Problem zu erkennen. In diesem Fall sind es deine negativen Gedanken. Mache dir also bewusst, von welchem Gedanken du gerade angetrieben bist.

Um dich dann von deinen negativen Gedanken zu distanzieren, kannst du dir folgenden Satz zusprechen: „Ich beobachte, dass ich über … nachdenke„. Eine andere Variante wäre, deinen negativen Gedanken in einer komischen Weise auszusprechen oder gar zu singen. All diese Strategien werden dir dabei helfen, dich von deinen negativen Gedanken zu entfernen.

Eins darfst du nicht vergessen: Du bist nicht deine Gedanken! Du kannst dich auch von ihnen entfernen, wenn sie unbrauchbare oder gar schädliche Gedanken sind.

2. Lerne auch Unangenehmes zu akzeptieren (Acceptance of Discomfort)

Eine Tatsache vorweg: Wachstum kann nur außerhalb deiner Komfortzone passieren! Dementsprechend musst du in der Lage sein diese zu verlassen, um dich weiterentwickeln zu können.

Wenn du deine Komfortzone verlässt, kann es schnell unbequem für dich werden. Um deine Ziele erreichen zu können, musst du aber lernen, auch Unangenehmes in Kauf zu nehmen und zu akzeptieren.

Und das Unbequeme wird nicht für immer unangenehm sein. Denn, indem du dich weiter entwickelst, wird sich auch deine Komfortzone vergrößern.

3. Setze dir realistische Ziele (Realistic Goals)

Ziele zu haben, ist für deine eigene Weiterentwicklung sehr wichtig. Du musst dich aber nicht überfordern!

Wenn du merkst, dass du übertrieben hast, kehre zurück zu den realistischen Zielen. Prioritisiere deine Ziele und nehme sie auseinander, indem du sie in mehrere überschaubare Kleinziele verwandelst.

Mehr Tipps, wie du deine Ziele angstfrei erreichen kannst, kannst du in meinem Artikel, 10 TIPPS um alle deine Vorhaben zu verwirklichen, finden.

4. Lebe im Einklang mit deinen eigenen Werten (Embrace your Values)

Deine eigenen Werte sind der Zündstoff für all deine Vorhaben. Damit du den Herausforderungen in deinem Leben gewachsen bist und du auch Unangenehmes akzeptieren und durchstehen kannst, musst du im Einklang mit deinen eigenen Werten leben.

Dafür musst erst einmal deine Werte kennen. Ob es Authentizität, Optimismus, Absicht, Sensualität, Liebe, Spiritualität, Freude, Kreativität, Enthusiasmus, Ausdauer, Güte oder ein anderer Wert für dich wichtig ist, musst du für dich selber entscheiden.

Das Wichtigste ist aber, nach ihnen zu handeln und im Einklang mit deinen Werten zu leben.

5. Atme

Dieser Tipp gehört nicht zu den Schritten, um dich mehr zu trauen, aber er ist ein wahrer Helfer, wenn die Angst dich packt.

Fühlst du dich von deinen Gefühlen und Ängsten überwältigt, musst du versuchen, dich von ihnen zu distanzieren. Nichts hilft dabei mehr, als tief ein- und auszuatmen.

Es ist sogar wissenschaftlich bewiesen, dass ein tiefes Atmen dich aus der sogenannten Kampf-oder-Flucht-Reaktion (akute und physische Stressreaktion) herausholen und dich dabei erden und beruhigen kann.

Versuche es mal selber aus!


Zusammenfassend waren das meine 5 Tipps, um deine Angst überwinden zu können:

  • Zuerst musst du lernen, dass du dich nicht mit all deinen Gedanken identifizieren musst. Du kannst dich jederzeit von ihnen distanzieren (indem du sie beobachtest und sie vlt. auch ins Lächerliche ziehst).
  • Wenn du dich weiterentwickeln möchtest, muss du deine Komfortzone verlassen und auch unbequeme Situationen in Kauf nehmen können. Halte dir dabei stets vor Augen, dass deine Komfortzone sich dadurch auch vergrößern wird.
  • Lasse dich nicht von deinen Zielen überwältigen. Nehme dir realistische Ziele vor, die du in kleineren Teilzielen spaltest.
  • Frage dich, welche deine Werte sind und handle nach ihnen.
  • Und schließlich erinnere dich daran (besonders) in stressigen und ängstlichen Situationen tief ein- und auszuatmen. Das wird dir dabei helfen, dich von deinen negativen Gedanken zu distanzieren.

Behalte aber stets im Hinterkopf, dass du die negativen Gedanken und deine Angst nicht ausschalten kannst. Sie werden ein ständiger Begleiter deines Lebens sein. Wesentlich ist deine Reaktion auf deinen Gedanken. Identifizierst du dich mit ihnen oder schaffst du dich von ihnen zu distanzieren?

Ein anderer nennenswerter Punkt ist, dass du nie vergessen solltest, dir ausreichend Liebe und Zeit zu schenken. Auch wenn du es mal nicht schaffen solltest, deine Angst zu überwinden. Denn besonders in den Situationen, wo es uns nicht gut geht, brauchen wir die meiste Liebe und Zuwendung…


Wie gehst du mit deinen negativen Gedanken und Ängsten um? Hast du noch weitere Tipps, wie wir unsere Angst überwinden können?

Ich würde mich freuen, von dir zu hören!

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